Das Internet verbraucht immer mehr Energie

Schon seit einigen Monaten wird über das Weltklima, Stromverbrauch und die damit verbundene Umweltbelastung diskutiert. Auch das Internet spielt bei dem Energieverbrauch eine immer größer werdende Rolle. Das Internet wird immer schneller und bietet immer mehr Möglichkeiten untereinander zu kommunizieren. Das bringt mit sich, dass immer mehr Server-Anlagen und noch mehr Anschlüsse benötigt werden. Durch dieses Aufrüsten von Netzwerken und Serverstrukturen, erhöht sich der Stromverbrauch des World Wide Web um ca. 20% jedes Jahr. Besonders an den Hauptknotenpunkten des Internets ist der der Stromverbrauch zu verzeichnen, sagt Gerhard Fettweis, Professor der Technischen Universität Dresden. Schon jetzt verbrauchen alleine die Serverfarmen ca. 180 Milliarden Kilowatt im Jahr, was etwa 1 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs ausmacht. Dabei ist noch nicht der Verbrauch von Mobilfunknetzen, Festnetz und die Internet Infrastruktur mit einbezogen.

Laut Fettweis wird das Internet, wenn es weiter so wächst, in ca. 23 Jahren so viel Strom verbrauchen, wie die gesamte Welt jetzt. Ungefähr 40 Prozent der weltweiten Kraftwerksleistungen müsste man aufbringen um das Internet zu versorgen, würde man es auf die ganze Welt ausweiten. Würde man also die Internet-Infrastruktur der Industrieländer auf die gesamte Welt ausdehnen, würde in weniger als 10 Jahren die Leitung der Kraftwerke nicht mehr ausreichen. Das ganze Problem des Energieverbrauchs durch das Internet fällt unter den Namen Green IT und soll mit Schwerpunktthema der Cebit sein.

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